Neben meinen filmischen Projekten realisiere ich gemeinsam mit meinem Vater Robert Irmler unter unserem Künstlernamen Mechanics mit großer Leidenschaft Hörspiele. Dabei übernehme ich in der Regel die ausführende Regie sowie Schnitt und Aufnahmen, während mein Vater die Texte verfasst, liest und meist das inhaltliche Grundkonzept entwickelt, das ich anschließend weiter ausarbeite und umsetze. Ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit ist zudem die musikalische Gestaltung, für die ich häufig eigene Kompositionen entwickle, gelegentlich wir aber auch auf bestehende Musik zurückgreifen.
Unsere Zusammenarbeit ist für uns beide eine intensive künstlerische Auseinandersetzung mit Themen der Gegenwart und gesellschaftlichen Fragestellungen. Für mich persönlich ist die Hörspielarbeit seit jeher eine besonders wertvolle Möglichkeit, mich in unterschiedlichen kreativen Bereichen auszuprobieren, neue Ansätze zu testen und meinen eigenen Stil zu entwickeln. Der Fokus auf das rein Akustische eröffnet dabei einen anderen Zugang zum Erzählen, der sich bewusst vom Visuellen löst und einen eigenen, sehr konzentrierten Raum schafft.
Im Folgenden finden sich einige Beispiele unserer gemeinsamen Arbeiten.
„Zuhören. Fugue In A Minor(ity)“
Mit diesem Projekt haben ich und mein Vater Robert Irmler beim jährlichen Track5′-Kurzhörspielwettbewerb von Ö1 den 3. Platz und ein Preisgeld gewonnen. Die Wettbewerbsvorgabe bestand darin, ein Hörspiel mit einer maximalen Länge von fünf Minuten zu gestalten, in das der vorgegebene Pflichtsatz „Höre ich zum ersten Mal“ integriert werden musste. Das ganze Stück war zusammen mit einem Interview von mir auf Ö1 zu hören.
Herr Fritzl kommt ins Heim
Das Hörspiel „Herr Fritzl kommt ins Heim“ haben wir in der Sendung Pflegestützpunkt auf Radio Helsinki, moderiert von Karin Schuster, präsentiert und setzten uns dort im Gespräch intensiv mit den inhaltlichen und gesellschaftlichen Themen des Hörspiels auseinander. Die Sendung, in deren Rahmen das Hörspiel vorgestellt und diskutiert wurde, wurde 2026 für den Österreichischen Radiopreis in der Kategorie Menschenrechte und Gesellschaft nominiert.
Regen eines einzigen Sommers
Dieses Projekt entstand ebenfalls im Rahmen des Track5′-Kurzhörspielwettbewerbs von Ö1 mit dem Pflichtsatz „Das wollte ich schon immer wissen“. Das Konzept bestand darin, verschiedenen Menschen jeweils nur einen einzelnen Satz zu geben, ohne den inhaltlichen Zusammenhang. Ich übernahm Regie, Aufnahme, Schnitt und Produktion, während der Text und das Grundkonzept von meinem Vater entwickelt wurde. Die Musik komponierte ich selbst und veröffentlichte sie später mit dem Titel Chords. unter meinem Künstlernamen AREMI.
Hast du gelebt?
Hast du gelebt entstand als freies Hörspielprojekt, unabhängig von Wettbewerben oder formalen Vorgaben. Ohne äußere Rahmenbedingungen konnten wir uns inhaltlich und gestalterisch vollständig auf das Thema konzentrieren und einen offenen, persönlichen Zugang zum Erzählen entwickeln.